BLANK ART FOUNDATION setzt auf die Visionen einer neuen Generation

1. Preis: Nora Handsley & Mats Hoff, I Love You.
Ausgezeichnet wurde eine Auswahl von sieben Fotografien aus der Serie.
© Nora Handsley & Mats Hoff

Unter dem Titel „Humanity – About You“ vergibt die BLANK ART FOUNDATION erstmals ihren Photo Award für junge Künstlerinnen und Künstler. Die Jury hat nun die Preisträgerinnen und Preisträger des mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Wettbewerbs ausgewählt.

Der BLANK ART FOUNDATION Photo Award 2026 widmet sich dem Thema Menschlichkeit – einem zentralen Anliegen der Stiftung. Mit dem Wettbewerb entsteht in München ein neues internationales Forum für junge Talente der Fotografie. Nachwuchstalente zwischen 20 und 35 Jahren wurden international eingeladen, sich mit ihren fotografischen Arbeiten auf eigene Weise mit gesellschaftlichen, sozialen, ökonomischen und persönlichen Fragen auseinanderzusetzen.

Der Wettbewerb ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Darüber hinaus übernimmt die BLANK ART FOUNDATION die Produktion der ausgestellten Arbeiten sowie die Veröffentlichung einer begleitenden Publikation. Die drei Hauptpreisträgerinnen und Hauptpreisträger werden zudem in eine Shortlist für das geplante Artist-in-Residence-Programm und das zukünftige College der BLANK ART FOUNDATION aufgenommen.

Im Rahmen dieser langfristigen Förderinitiative wird die denkmalgeschützte Villa Blank in der Kundigundenstraße 24, München nach den Plänen von John Pawson Architects zu einem Ort der Begegnung, Forschung und Kunst weiterentwickelt. Das Projekt befindet sich derzeit in Planung.

Auswahlverfahren
Dem Wettbewerb ging ein zweistufiges Auswahlverfahren voraus. In einer ersten Runde nominierten internationale Fachleute aus Fotografie, sowie aus kuratorischen und musealen Bereichen, jeweils drei junge fotografische Positionen mit Serien von fünf bis sieben aktuellen Arbeiten. Insgesamt wurden 28 Künstlerinnen und Künstler für den BLANK ART FOUNDATION Photo Award 2026 vorgeschlagen.

Die Nominierungen erfolgten durch eine internationale Vorjury mit Gabriel Bauret (Frankreich), Edda Fahrenhorst (Deutschland), Kurt Kaindl (Österreich), Gisela Kayser (Deutschland), Fabian Knierim (Österreich), Dr. Franziska Kunze (Deutschland), Dr. Norbert Moos (Deutschland), Hannah Pröbsting (Schweiz) und Michael Schnabel (Deutschland).
Über die Vergabe der ersten drei Preise und die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Ausstellung entschied eine international besetzte Jury unter dem Vorsitz des Fotografiehistorikers und Publizisten Hans-Michael Koetzle, Träger des Kulturpreises der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Der Jury gehörten mit Uwe Göbel (Deutschland), Lars Lindemann (Deutschland), Alessandra Mauro (Italien) und Dagmar Zacher (Deutschland) international renommierte Expertinnen und Experten der Fotografie an.

Dazu ein Statement des Jury-Vorsitzenden Hans-Michael Koetzle: „Gern habe ich den Vorsitz der Jury des BLANK ART FOUNDATION Photo Award übernommen. Er bietet mir Gelegenheit, junge Fotografinnen und Fotografen bei ihrer Arbeit zu unterstützen und zu ermutigen. Mittelfristig wäre mir wichtig, dem BLANK ART FOUNDATION Photo Award ein klares Profil und einen festen Platz im internationalen Reigen der Kunst- und Fotopreise zu vermitteln. Eine kompetent besetzte Jury, ein substantielles Preisgeld, eine Ausstellung nebst begleitender Publikation unterstreichen allerdings schon jetzt die Bedeutung dieses neu geschaffenen Fotopreises. Hinzu kommt das auf Anhieb hohe Niveau der Einreichungen. So bin ich mir sicher, dass die für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten auch ein breiteres Publikum ansprechen und zum Nachdenken anregen werden. Was aus allen Bildern spricht und nicht zu übersehen ist, sind der Elan, die Empathie, das Engagement, der unbedingte Wunsch der Fotografinnen und Fotografen persönliche Geschichten zu visualisieren – Geschichten von einiger Aktualität über den Tag hinaus.“

Aus den 28 nominierten Positionen wählte die Jury Ende Mai die Preisträgerinnen und Preisträger sowie elf künstlerische Positionen für die Ausstellung im Oktober 2026 in München aus. Vergeben wurden drei Hauptpreise und acht Anerkennungen.

Die Preisträger
Den ersten Preis erhielten Mats Hoff und Nora Handsley (Hamburg) für ihr eindrucksvolles visuelles Tagebuch „I Love You“. Ein Langzeitporträt, das den Weg vom Verlieben bis zum Leben mit Noras bösartigem Hirntumor dokumentiert.

Der zweite Preis ging an C. Rose Smith (Memphis, Tennessee, USA) für die Arbeit „Scenes of Self: Redressing Patriarchy“. Die fortlaufende fotografische Serie reflektiert Identität, koloniale Vergangenheit und die Politik visueller Repräsentation.

Mit dem dritten Preis wurde Ludwig (Ludwig Dressler, München) für seine Serie „pinch“ ausgezeichnet. Die Arbeit zeigt leicht variierte, durch Glas fotografierte Aufnahmen einer Hand, die die standardisierte „Pinch“-Geste (Zwei-Finger-Zoom) auf einem Smartphone ausführt.

Die ausgestellten Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger und der acht künstlerischen Anerkennungen werden vom 20. Oktober – 20. November 2026 in der GALERIE DER KÜNSTLER*INNEN, Maximilianstraße 42, 80538 München (bbk-muc-obb.de) ausgestellt. Die Auszeichnungen werden dort im Rahmen der Preisverleihung am 22. Oktober 2026 vergeben.

Die Stifterin Ilse Blank, selbst eng mit der Kunstwelt verbunden, steht für ein humanistisches Erbe, das die Stiftung mit der BLANK ART FOUNDATION weiterträgt – insbesondere im Bereich der gegenständlichen und angewandten Kunst. Seit ihrer Gründung im Jahr 2023 engagiert sich die Ilse Blank-Mezger-Hesselberger Stiftung für die Förderung junger Talente und den internationalen Austausch in der zeitgenössischen Fotografie.