Tücher und Bücher. Von Augsburg in die Niederlande: Hein Kohn (1907–1979)

Die Sonderausstellung „Tücher und Bücher. Von Augsburg in die Niederlande“ widmet sich dem beeindruckenden Leben des jüdischen Verlegers, Literaturagenten und Kulturvermittlers Hein Kohn. Sie erzählt von Mut, kultureller Verantwortung und seinem außergewöhnlichen Lebensweg von Augsburg ins Exil.

„Er druckte, was die Nazis 1933 verbrannten.“ (Gernot Römer)

Hein Kohn druckte Literatur neu, die im nationalsozialistischen Deutschland verboten und verbrannt worden war – und rettete so einen wichtigen Teil des geistigen und kulturellen Erbes.

Ausgehend von der seit dem 19. Jahrhundert in Augsburg verwurzelten Familie Kohn zeigt die Ausstellung Kohns Ausbildung im Textil- und Buchhandel, seine lebenslange Verbindung zu Bertolt Brecht, seine Flucht 1933 ins niederländische Exil und den Aufbau bedeutender Exilverlage. Dort wirkte er als einer der ersten Literaturagenten des Landes. Zugleich macht die Ausstellung eindrucksvoll sichtbar, wie jüdisches Unternehmertum, literarische Netzwerke und kultureller Widerstand im Exil miteinander verbunden waren.

Das begleitende Buch, herausgegeben von der Kuratorin Dr. Ingvild Richardsen im Volk Verlag in München, vertieft die Ausstellungsthemen und ordnet Hein Kohns Wirken in die Geschichte des literarischen Exils und der deutsch-niederländischen Kulturbeziehungen ein.

Sonderausstellung und Begleitprogramm im Brechthaus Augsburg
13. Februar bis 31. Dezember 2026

Ausstellung und Begleitbuch werden mit finanzieller Unterstützung der Ilse Blank-Mezger-Hesselberger Stiftung realisiert.